Die Wut Coaches:
Dipl. Ing. Katrin Hoster
Wut Coach Merlin Faude
Dr. Med. Heidrun Schuler
Psychologe Ferdinand Kirchhof

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Psychologie: Wut auf Mutter wegen Kindheit

Stellen Sie sich eine Person vor, die heute ein scheinbar normales Leben führt. Die Person ist beruflich erfolgreich, hat eine Familie gegründet und genießt Stabilität in vielen Bereichen des Lebens. Doch hinter der Fassade der äußeren Erfolge verbirgt sich eine Vergangenheit mit unaufgearbeiteten Emotionen, insbesondere Wut auf die eigene Mutter. 

Aufgewachsen ist die Person in einem Umfeld, das von Spannungen und Konflikten geprägt war. Die Mutter war oft emotional distanziert und kritisch, was tiefe Verletzungen hinterließ. Sie neigte dazu, unerreichbare Erwartungen zu stellen und Bemühungen herabzusetzen. Diese negativen Erfahrungen schufen eine unsichtbare Barriere, die das Selbstwertgefühl beeinflusst hat. 

Ein alltäglicher Moment im gegenwärtigen Leben, der die Vergangenheit mit Wut auf die Mutter exemplarisch widerspiegelt, könnte bei einem Familienessen erfolgen. Nach einem humorvollen Kommentar über den eigenen Job reagiert die Mutter womöglich mit einem abfälligen Blick und einer zynischen Bemerkung. In diesem Augenblick überkommt die Person eine Welle der Wut, die tief aus der Vergangenheit aufsteigt. Nur schwer können in solchen Momenten unkontrollierte Wutausbrüche zurückgehalten werden. Doch eigentlich besteht der tiefe Wunsch, Ärger und Wut loslassen zu können. 

Woher kommt die Wut auf die Mutter?

Woher kommt die Wut auf die Mutter in der Kindheit?

Die Wut auf die Mutter kann aus unterschiedlichen Gründen entstanden sein. Unter anderem können die Ursprünge der Wut in der Kindheit entstehen (Debaryshe & Fryxell, 1998), siehe hierzu beispielsweise auch den Artikel zu Ursachen von Jährzorn in der Kindheit. Häufig wurden dabei die Grenzen des Kindes nicht geachtet. So kann eine mögliche Entstehung sein, dass eine Person in der Kindheit von der Mutter angeschrien wurde und darauf in Tränen ausgebrochen ist. Nun wurde die Person womöglich mit physischer Gewalt konfrontiert damit sie aufhört zu weinen. Die Person hat jetzt möglicherweise gelernt: “Weine nicht, fühle nichts, beklage dich nicht, tu, was man dir sagt, und mach es richtig, auch dann, wenn du nicht weißt, wie” (Watkins & Watkins, 2008). Die Emotionen sind in den Hintergrund gerückt. Später kommt die Wut auf Eltern im Erwachsenenalter wieder hoch. Wichtig ist, dass die Vergangenheit verarbeitet wird, um die Wut auf Eltern loszulassen

Welche Rolle spielt die Kindheit?

Wer schelchte Erfahrungen als Kind gemacht hat, kann auch noch im Erwachsenenalter wütend auf die Mutter sein

Es wurde bereits erwähnt: Die Kindheit kann eine zentrale Rolle bei der Wut auf die Mutter oder Wut auf Eltern im Erwachsenenalter spielen. Gerade wenn das Kind emotionale oder physische Gewalt erfahren hat, kann sich Wut entwickeln (Glück et al., 2017). 

Häufig kommt es jetzt vor, dass Personen, die wütend werden, als Choleriker bezeichnet werden. Der Choleriker sucht die Ursachen nun vielleicht in der Kindheit. Hierzu ist wichtig zu erwähnen, dass das Konzept des Cholerikers nur noch im Volksmund existiert und in der wissenschaftlichen Forschung und Klassifikation von Krankheiten nicht verwendet wird (Dammeyer, & Zettler, 2018). Grundsätzlich ist wichtig zu beachten: Nicht alle Personen, die Wut bei sich wahrnehmen, hatten eine traumatische Kindheit. 

Was kann man gegen die Wut auf die Mutter machen?

Wenn Sie Wut gegenüber Ihrer Mutter wahrnehmen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, zu handeln. Wichtig ist, dass Sie es verdient haben, Unterstützung zu erhalten und in eine gelassene Zukunft treten dürfen. 

Wut-Therapie

Eine Wut-Therapie kann gegen die Wut auf die Mutter helfen

Es kann schwierig sein, die Wut auf die Mutter auf eigenem Wege zu bewältigen. Genau hierfür gibt es die Möglichkeit, sich professionelle Unterstützung zur Seite zu nehmen, um diesen Weg zu gehen. Dafür kann ein Wut-Coaching oder eine spezielle Wut Therapie sinnvoll sein. Dies kann häufig unkompliziert online erfolgen. 

Wut kontrollieren

MIt Selbstreflexion kann man die eigene Wut kontrollieren lernen

Eine weitere Option, die kurzfristig Hilfe leisten kann, ist Wut kontrollieren zu lernen. Dafür eignen sich mehrere Methoden. Mithilfe eines Wut-Tagebuches können Sie Ihre Emotionen reflektieren und so innere Klarheit erreichen (Smyth et al., 2018; Sohal et al., 2022). Auch Meditation hat sich als wirksame Methode gezeigt (Fennell et al., 2016; Hagen et al., 2021). Zusätzlicher Ausgleich zur Kontrolle von Wut kann Yoga bieten. Diese Methode hat sich auch als effektiv erwiesen (Zhang et al., 2019). 

Wut rauslassen

Viele denken: Wenn ich wütend bin, ist es am hilfreichsten, wenn ich einfach die Wut rauslasse. Das kann in einigen Fällen aber ein Trugschluss sein. So haben Studien gezeigt, dass das kathartische Herauslassen von Aggression nicht zu einer Verringerung dieser führt, sondern zu noch mehr Aggression führen kann (Bushman et al., 1999; Bushman et al., 2001; Bushman, 2002). Dementsprechend müssen wir Ihnen an dieser Stelle davon abraten. Vielmehr empfiehlt es sich, einen sinnvollen Umgang mit dem starken Gefühl der Wut zu finden, indem man Auslöser, Denkweisen und weiteres bearbeitet. 

Aggression abbauen

Auch wer seine Aggression abbaut, kann nicht mehr so wütend auf die Mutter sein

Hier kann eine Vielzahl an Methoden hilfreich sein, um seine Aggressionen abzubauen. Häufig hängen Wut und Aggression eng mit dem Erleben von Stress zusammen (Martin & Dahlen, 2005). Dem kann entgegengewirkt werden, zum Beispiel mit Joggen (Berger & Owen, 1998) oder kontaktlosem Boxen (Bozdarov et al., 2022). Diese Methoden können Sie schnell und einfach umsetzen. Beachten Sie aber, dass häufig der reine Abbau von Wut und Aggression nicht ausreicht. Meist müssen auch zugrunde liegende Denkweisen bearbeitet werden.

Fazit: Deshalb ist man auf die Mutter wütend

Manchmal, aber nicht immer, hat Wut auf die eigene Mutter ihren Ursprung in der Kindheit. Dabei können schwierige Erfahrungen Einfluss gehabt haben. Die damals in den Hintergrund gerückten Emotionen können nun wieder hochkommen. Aber es gibt Möglichkeiten damit umzugehen. Neben Methoden, die für Ausgleich und Klarheit sorgen, kann auch professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

Über die Autoren
Katrin Hoster

Katrin Hoster ist zertifizierte NLPlerin, Headcoach und einer der beiden Gründer der Wut Coaches. Als erfahrener Coach im Bereich Aggressionsbewältigung hat sie sich seit 2018 voll und ganz auf das Thema Wut und Aggression spezialisiert und kann auf einen großen Erfahrungsschatz mit mehreren 1000 Wut- und Aggressionsklienten zurück blicken.

Ferdinand Kirchhof

Ferdinand Kirchhof ist Psychologe (M.Sc.). Er arbeitet bei den Wut Coaches als psychologischer und wissenschaftlicher Berater und seine Expertise fließt sowohl in unser Coaching als auch in unsere Veröffentlichungen. Er ist der Co-Autor dieses Artikels, zusammen mit Katrin Hoster als Autorin.

Kerstin Bickert

Kerstin Bickert ist Psychologin (B.Sc.) und Sozialpädagogin (B.A.). Sie arbeitet bei den Wut Coaches als psychologische und wissenschaftliche Beraterin und ihre Expertise fließt sowohl in unser Coaching als auch in unsere Veröffentlichungen. Sie ist die Autorin dieses Artikels, zusammen mit Katrin Hoster als Co-Autorin.

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